Geburtstagstraditionen

Vorab: Ich geb’s auf… Ich bin einfach kein regelmäßiger Blogger und werde es vermutlich auch nie sein und das hab ich jetzt eingesehen. [Kurze Trauerphase für mich] Also ich werd euch jetzt keine falsche Versprechen mehr geben, in denen ich von konsequenten Einträgen oder sonstigem laber.

Ich bekomme zwar regelmäßige Mahnungen von Family & Friends, dass ich endlich mal wieder was hochstellen soll, aber nehm mir halt doch (wie man unschwer erkennen kann) selten Zeit dafür. Aber da ich mal wieder mit Malaria gesegnet wurde und ich im Bett lieg, gibts was (kurzes) zu lesen:

Wie manche von euch mitbekommen haben, war vergangenen Donnerstag mein Burtzeltag an dem ich eine kleine Feier organisiert habe, da wir am Freitag frei hatten. Und weil ich seit ich in Ghana bin noch nie so wirklich groß gegrillt habe, hab ich mir gedacht, dass ein kleines BBQ (= a Grillfestl) ganz nett wär.

Also sind wir am Mittwoch zum Wednesday Market gefahren und haben gscheid eingekauft: Beef, Chicken, Mais, Kartoffeln (meine erster Kartoffelsalat seit 9 Monaten – wie Fr. Mark sagen würde: WONDERFUL), Tomatensalat mit Balsamicoessig (gesegnet seien meine Eltern!!), Knoblauchbrote und selbstverständlich gabs für den Anlass auch was um die Kehle zu befeuchten: Palmwein, Pito (lokales selbstgemachtes Bier), Bole und ein paar Softdrinks.

Nach dem echt supermegasaugeilen Essen wurde mir von den anderen Lehren befohlen mich auf einen Stuhl zu stetzen. Ach jetzt fällt mir ein, ich hab vergessen zu erzählen was in Ghana am Geburtstag Tradition ist: Wenn man in Ghana Geburtstag hat muss man den ganzen Tag auf der Hut (ich hoff die Hut schreibt man wie den Hut) vor Wasser sein, denn es ist Brauch das Geburtstagskind nochmals zu „taufen“ und das bei jeder sich bietender Gelegenheit.

Da mir die Novizen vor den gesamten Schülern ein Geburtstagsständchen hielten, bei dem ich hochgehoben und herumgetragen wurde, wusste natürlich die ganze Welt, dass ich Geburtstag hatte. Als ich dann zur Mittagspause in die Schulkantine ging wurde ich schon mal von einigen Schülern mit Wasser bespritzt und getauft – eigentlich eh ziemlich witzig und bei 35 Grad sehr abkühlend. Und auch den restlichen Tag über blieb ich nie wirklich trocken. 😀

So jetzt aber wieder zum Stuhl (der zum draufsitzen, nicht der andere). Ich musste mich also auf den Stuhl setzen und da ich gefragt wurde, ob ich auch ja kein Handy oder sonstige wichtige Gegenstände in meinen Taschen habe, wusste ich eh schon was auf mich zukam (nur war mir da die Kreativität der Lehrer noch nicht bewusst – zumindest nicht in dem Ausmaß): Während alle ein ghanaisches Geburtstagslied sangen wurde ich von oben bis unten mit Wasser getauft. Moment, es war ja nicht  nur Wasser. Wie auf dem Bild zu erkennen ist bekam ich zusätzlich zum Wasserschlauch noch eine Flasche Bier und einen Kübel mit Palmwein, Bier, Wasser, Essenresten und was weiß ich was da alles noch drin war ab.

Nach der feinen Abkühlung wars mir vorerst nicht einmal erlaubt mich umzuziehen, weil mir mit einem erneuten Anschlag gedroht wurde. Aber das war halb so wild, weils eh warm war. Wir haben noch guten Kuchen (danke Mama und Papa!!!) gegessen, gsungen und getanzt. Ein in gewissen Aspekten etwas anderer, aber dennoch extrem geiler Geburtstag, den ich vermutlich nie vergessen werde.

Und weil mir der Schluss einfach zu märchenhaft und kitschig klingt, gibts noch was kleines als Outro:

Bananensalat!

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