Christmas Holidays Part 1

Nachdem ich euch über einen Monat drauf warten lassen habe, kommt jetzt endlich der langersehnte (oder auch nicht) Blogeintrag über meine Ferien und den Besuch meiner Eltern.

Ach ja: In meinen Blogs können leicht ein paar Fehler zu finden sein, weil ich zu faul bin, das durchzuchecken (und ich nur ein englisches Rechtschreibprogramm hab). Nobody is perfect (but me of course :P)!

Die Kultur- und Partymetropole Accra

Als am letzten Schultag auch für uns die Glocke läutete (klingt wie ne Einleitung zu einer Kindergeschichte xD), haben wir es nach langem, mühseligen Packen am Abend grad noch rechtzeitig zur Busstation geschafft um sofort den Start in die Ferien zu beginnen. Live mit dabei waren: Gerhard (in Fachkreisen auch Gard genannt), Michi, Chris, Janna, Malia und natürlich der wichtigste: Ich.

Wie gesagt, wir haben am Freitag den Nachtbus nach Accra genommen, sind dort um keine Ahnung wann in der Früh angekommen (solche präzise Aussagen werdet ihr im Verlauf des Blogabends (während ich hier schreibe is grad Abend, also hats bei euch gefälligst auch Abend zu sein, wenn ihr das lest) vermutlich noch öfter lesen, da die Reise doch schon ne Weile her ist und ich mich nicht mehr an all die Einzelheiten erinnere, wer wann aufs Klo gegangen ist and so on (jaja, bin ich selber schuld, blabla, mir egal, sparts euch).Eingenisten haben wir uns dort bei den „Marist Brothers“, weil im Provincial House der Salesianer grad keiner da war.

Nachdem jeder sein Bettchen gefunden und bis zum Mittagessen geschlafen hat, sind wir auch schon auf in die Stadt der Städte: Accra.

Die Marist Brothers liegen ziemlich im Zentrum von Accra, also waren wir relativ schnell dort, wo wir hinwollten. Zumindest dachten wir das… In Accra herrscht höllischer Verkehr, also ging es nur schleppend vorran. Wohin, weiß ich nicht mehr so genau. Ich glaub aber dass es der Tag war, an dem wir uns den Nkruma Memorial Park angeschaut haben (siehe Bilder), wo sich scheinbar täglich duzende von Brautpaaren an ihrem großen Tag fotografieren lassen. Und da die Ghanaen einfach mal so richtig auf amerikanischen Kitsch abfahren – vermutlich mehr als die Amerikaner selbst-  sind die Bräute extreheeeeemst aufgetackelt (gibt’s das Wort eigentlich?) und haben voll die übertriebenen Kleider.

Nach der Fotosession im Nkruma Memorial Park sind wir (und wieder spekulier ich, ob das auch wirklich der Tag war) ins Arts Center gegangen. Wir waren im November already im Cultural Center von Kumasi, aber das ist kein vergleich zu dem in Accra. Schon als wir noch einige Meter davon entfernt waren sind uns taaaausende (könnt vielleicht auch ein wenig übertrieben sein) Ghanen hinterhergelaufen und wollten uns ihre Kunstwerke andrehen. Tourismus pur; naja, wenigstens is es gut fürs Land.

Da wir allerdings noch etwas länger in Ghana bleiben und uns vorgenommen haben, kurz vor unsrer Abreise ins verschneite Österreich nochmal ins Arts Center zu fahren, haben wir dort relativ wenig Geld liegen gelassen und die meisten Verkäufer sehr enttäuscht.

Kurze witzige Geschichte als Einschub: Ein Ghanae wollte dem Gard eine Trommel für 20 Cedi andrehen, aber er hat grad voll keine Lust auf den kabt, also hat er immer brav „No, maybe next time“ gesagt. Als ihm der Verkäufer schließlich angeboten hat, selber an Preis zu nennen hat er einfach „I give you one Cedi“ gemeint. Die Folge: Er is dem Gard hinterherglaufen nur um ihm zu sagen was für ein A****loch er ist. x) Das hat uns köstlich amüsiert, da die Ghanaen normal eigentlich ein fröhliches und gut aufgelegtes Volk sind.

Nachdem wir jedenfalls mit dem Schlendern durchs Arts Center fertig waren, wollte die Mehrheit eigentlich langsam wieder zurück fahren um noch schnell Duschen zu können, weil wir uns am Abend mit 2 deutschen Volontären aus Ashaiman (Lukas und Paul – kamen mit der Maria zusammen nach Ghana) zum Ausgehen treffen wollten. Doch die liebe Malia hat sich eingeblidet, sie muss jetzt den deutschen Touri rauslassen und mit den Arts Centlern (ich nenn sie mal so) trommeln. Das ganze hat mich ziemlich angepisst (sorry für den Ausdruck, aber ich war damals wirklich schlecht drauf (vermutlich aufgrund von Schlafentzug)), also bin ich für ne halbe Stunde spazieren gegangen (wer sich jetzt fragt, ob da noch was spannendes kommt, wie z.b. eine Story, wo ich von Ghanaen zusammengeschlagen worden bin, der hat sich geirrt. Wollt euch nur mitteilen, dass ich auch mal schlecht drauf sein kann. :P).

Als die Maria endlich ihren Trommelzwang besänftigen konnte sind wir mal blöd durch die Stadt geirrt und haben uns gefragt wie wir wieder zurück kommen, ohne uns ein teures Taxi zu holen. Relativ bald haben wir dann auch schon ein paar Polizisten gefunden, die wir nach dem Weg fragen konnten. Zufällig wollten sie auch in die gleiche Richtung, also haben sie sich wichtig gemacht, ein paar Autos gestoppt um uns über Straßen zu führen, bis wir schließlich wieder bei den Marist Brothers waren.

Nach einer schnelle Dusche und kurzm Sappaaaa (=ghanaische Aussprache für supper, und für die Englischen Gnus unter uns =Abendessen) sind wir auch schon wieder losgefahren. Und zwar in einen Spot names kein Ahnung, hab ich vergessen, is ja auch egal. Jedenfalls war das so ein Restaurant-Bar-Livemusic-Etc. Mix Dings direkt am Strand (das ist das entscheidende 😉 ). Das ganze war so mehr oder weniger unsre Vorglühlocation, da wir später noch in eine Disco wollten, was ein paar Clubs, Stars, Smirnofs, Azonto Dances und geschnorrtem Kuchen (echter Kuuuuuuuuchen!!!) auch der Fall war und schon fanden wir uns in Partylaune am Eingang einer Disco wieder.

Unsre Motivation wurde dort jedoch gleich doppelt zerschmettert als die Securities die Malia wegen ihren Flipflops nicht reinlassen wollten (wie behindert is das eigentlich -.-) und der Eintritt 20 Cedi betrug (mit dem Geld kann ich mir in Sunyani immerhin 10 Bier kaufen…). Doch mit einem netten Frauenblick durfte sie dann doch rein und der Eintritt war für unsre 2 Mädels sogar gratis. Also alles halb so wild (und für ein mal in was weiß ich wie vielen Monaten kann ich mir nen Eintritt von 20 Cedi auch leisten (obwohl schon ziemlich schmerzt (diesmal kein Sarkasmus))).

Es war von Vorteil, dass wir alle schon recht heiter drauf waren, da die Preise in der Disco nach europäischen Standard gerichtet waren und wir uns das als arme Volontäre somit nicht leisten können (ich red hier natrülich nur von uns Männern, die Malia und Janna haben eh immer was von schnöseligen Ghanaen spendiert bekommen, die dürfen sich nicht beklagen 😉 ).

Im großen und ganzen war es eigentlich okay, aber nicht unbedingt 20 Cedi wert, da wir in Sunyani auch eine Disco haben, die ziemlich ähnlich ist, aber nur 5 Cedi Eintritt kostet. Was man in Sunyani allerdings nicht hat, ist erstens die europäische Discomusik (zumindest nicht so viel, wobei Azonto Musik eh viel geiler ist – dazu muss ich ja auch noch nen Blogeintrag machen fällt mir grade (oder auch schief) ein :S) und der Hansl, der im Klo steht und dir den Seifenspender runterdrückt und Papier zum abtrocknen der Hände gibt (jop, ein vollkommen sinnloser, überflüssiger und demütigender Job, aber die reichen Ghanaen bilden sich ein, dass sie das brauchen…).

Doch da wir die 20 Cedi voll ausnützen wollten sind wir bis zum bitteren Ende geblieben und schließlich um 8 in unsre Betten gefallen…

Mittags hieß es dann auch schon wieder Aufstehen und wir haben uns den Independance Square (siehe Bilder), das Fußballstadium (leider war kein Match), den Strand von Accra (meiner Meinung nach nicht unbedingt sehenswert…) und nochmal kurz das Arts Center angeschaut.

Die allgemeine Stimmung an diesem Nachmittag war etwas überdreht und hyperaktiv, also hatten wir ziemlich viel zu lachen. Dabei sind ein paar ganz nette Fotos und tolle Erinnerungen entstanden, aber ansonsten ist nicht sonderlich viel passiert.

Green Turtle Lodge & Esiri Bay (die schreibt man ganz sicher nicht so)

Die Anreise dort hin haben wir uns zwar etwas kürzer und reibungsloser erhofft, aber nach 12 Stunden fahrt und als wir auch das letze Stück – die schlimmste Straße Ghanas – geschafft hatten, kamen wir (zwar im dunkeln, aber was solls) endlich bei der Green Turtle Lodge an.

Die Green Turtle Lodge ist ein relativ ruhiges und idyllisches Resort am Strand. Wie der Name schon sagt, hat man hier die Möglichkeit Schildkröten zu sehen, die blöd am Strand rumhopsen (vor allem hoppsen sie ja so viel…). Doch obwohl die Chancen um die Weihnachtszeit herum am besten stehen, haben wir keine einzige finden können (gut, wir haben uns nicht sonderlich angestrengt und die 10 Cedi Tour war uns auch zu teuer, aber klein Michi hätt schon gern welche gesehn :/).

Doch da das Resort an einem weißen, eeewig langen und beinahe menschenleeren Strand liegt hat uns die Abstinenz der Turtles relativ wenig gesört. Was viel schlimmer war, waren die touristischen Preise, die bei uns fast schon einen Hungerstreik auslösten. 😀 Wir sind dann einfach ins benachbarte Dorf gegangen und haben uns dort mit viel Wasser, Brot, Bananen und Pineapples zugedeckt. Abends haben wir dann aber doch im Resort gegessen (was uns ungefähr das doppelte von den Essensausgaben des restlichen Tages gekostet hat…).

Viel, außer Strandliegen, Bücher lesen, gemütliche Abende verbringen und blöd herumsitzen ist nicht passiert. Und wir sind dann auch schon nach 2 Tagen in ein anderes Resort umgezogen (da wir für die GTL zu spät reserviert haben), das hinter dem naheliegenden Dorf ist und von einer Französin betrieben wird.

Auch dort ist nicht sonderlich viel passiert, außer dass wir einmal mit einem Fischerboot durch die Mangroven gefahren sind (für 10 Cedi pro Person!!!) und am 24. Dezember ein äußerst merkwürdiges Weihnachten gefeiert haben. Zwar waren wir am Anfang alle relativ schlecht gelaunt, da wir uns voll auf ein geiles, großes, weihnachtliches Festmahl (mit Hummer und so) gefreut haben, aber ein für die immens hohen Preise sehr mickriges Christmas-Dinner hatten. Doch als wir neben Kokospalmen am Strand unter einem wunderschönen Sternenhimmel mit kitschiger Weihnachtsmusik lagen, waren wieder alle froh und munter. 😀

Am nächsten Tag sind wir auch schon ganz früh aufgebrochen (sogar die Ghanaen haben noch geschlafen und das will was heißen 😉 ) um meine und Michis Eltern vom Flughafen in Accra abzuholen. Doch da mir grad auffällt, was ich jetzt schon für einen Roman geschrieben hab, spar ich mir das für den nächsten Blogeintrag (der diesmal bisschen früher kommen wird, als nach 2 Wochen – zumindest hoff ich das. Ich muss mich dabei nämlich auf eine Person verlassen, die oft einfach viel zu faul zum Schreiben ist :P).

Ach und beklagt euch nicht sooo über die Kälte (auch wenns schon sau kalt is glaub ich – ich weiß mittlerweile schon gar nicht mehr wie sich Kälte anfühlt :P). Im warmen Haus vor dem Kamin mit einem Kako sitzen is doch eh sau geil. Der Frühling kommt schon noch, don’t worry.

Und für die, die im Außerfern leben: Hoffe es geht schon zum Eislaufen am Plansee, weil das is ja mal das geilste, was der Winter bei euch zu bieten hat. 😉

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