Lake Bosumtwe & Daily Life

Also in letzter Zeit war ich eigentlich immer zu faul um einen neuen Blogeintrag zu schreiben (sorry), aber ich habe mir gedacht, ich melde mich nochmal bevor das Unterrichten beginnt.

Wir haben es uns diese Woche nochmal 3 Tage richtig gut gehen lassen und sind zum Lake Bosumtwe gefahren. Dort hat sich eigentlich nicht sehr viel nennenswertes abgespielt, denn wir waren hauptsächlich am Strand und haben Urlaub gemacht (sprich: Schwimmen, Pommes essen (mmmmh), am Strand liegen und ein Flußbett entlangwatscheln). Ich denke, dass die Bilder, die ich hochgeladen habe da aussagekräftiger sind, als ein langweiliger Text. Ansonsten ist in letzter Zeit nicht viel neues passiert. Ich habe neue Leute aus dem Projekt kennengelernt (mittlerweile schauen nicht mal mehr alle gleich aus :D), mein erstes Lehrermeeting gehabt und (!!!!) mir 5 Kleidungsstoffe für 50 Cedi (25 Euro), die ich mir am kommenden Freitag für weitere 50 Cedi maßgeschneidert abholen kann.

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Ich werde jetzt einfach noch über einem gewöhnlichen Tag schreiben (wobei ich viele Sachen sicher vergesse zu erwähnen, da sie für uns mittlerweile selbstverständlich geworden sind…):

So zwischen 9 und 12 stehe ich (für ghanaische Verhältnisse) relativ spät auf (die meisten sind nämlich schon um 6 wach, da es dann schon hell ist und sie die nur 12 Stunden Sonne, die Ghana das ganze Jahr über bietet voll auszunützen) und bereits hier beginnt sich mein Tagesablauf durch diverse Langschläfer (meist Michi #2 :D) zu verzögern.

Zum Frühstück essen ich normalerweise ein weichgekochtes Ei (frisch vom Bauern) und Brot (macht einen ohne etwas drauf ziemlich gleich satt wie Luft) mit Schoko Delight oder Pralinutta (die beiden Aufstriche sind unser Nutellaersatz, die ihren Job eigentlich ganz gut machen). Wie immer bekommt Hauskatze Scary ein wenig Brot von mir, weil ich ihrem wehklagendem Miauen nicht wiederstehen kann. Mittlerweile haben wir uns Milchpulver gekauft, mit dem man das Glas wohlbemerkt erst einmal halb voll machen muss, damit es annähernd nach Milch schmeckt. Ansonsten kaufen wir auch ab und zu Don Simon. Das ist ein ziemlich guter aber teurer Fruchtsaft, den man mit Wasser verdünnen kann. Sehr gesund ist er aber glaube ich nicht. Standardritual beim Frühstück auf der Terrasse sind zusätzlich immer ein paar Folgen einer beliebigen Serie (meist Scrubs oder How I Met Your Mother), wobei die Anzahl der zu sehenden Folgen immer davon abhängt, wann Michi aufsteht.

Nach dem Frühstück versuche ich mit meinen Volontärskollegen eine Mitfahrgelegenheit nach Sunyani zu bekommen, welche meistens ein Pick Up von den Salesianern ist. Wir springen hinten drauf und dann geht’s auch schon ab in die Town. Festhalten ist dabei immer empfehlenswert, weil es einen sonst durch die nicht asphaltierte, löchrige Straße sicherlich in hohem Bogen rausschmeißen würde.

Angekommen in der Stadt geht es auch schon los: Ich werde von Leuten betoucht, kleine Kinder schreien aus voller Kraft „OBRUNIIIII“ (was soviel heißt wie „Weißer“), junge Mädchen und Burschen laufen mir nach um Essen zu verkaufen, andere Fragen einfach nur „Wanna be my friend?“ oder „I love you“ und Taxifahrer hupen mich an, um zu Fragen, ob sie mich wo hinbringen können. Am Anfang war es eigentlich noch ziemlich lustig, aber mit der Zeit beginnt es schon ein wenig zu nerven.

Nun gilt es, den Einkaufszettel zu erledigen. Zuerst gehen wir zum „Malcom“ (ein Shop mit europöischen Lebensmitteln (zu dementsprechenden Preisen), danach auf den Markt um Sachen wie Nudeln, Obst und Gemüse zu kaufen. Danach kaufen wir bei Bedarf noch Cola, Bier und Alvaro (das beste und womöglich zuckerreichste Getränk der Welt), bevor wir dann zur Taxistation gehen und uns in einem alten Metallhaufen namens Taxi heimbringen lassen.

Da Gerhard nicht kann, Chris nicht will und Vida (unsere zukünftige Köchin) noch nicht da ist, müssen Michi oder ich das Abendessen zubereiten (eigentlich immer nur Nudeln, Reis oder Brot) und nach gemütlichem Zusammensitzen gibt es dann wie immer einen zwei oder drei Filme am Beamer, bevor wir uns alle gemütlich in unseren mit Moskitonetz überspannten Betten fallen lassen.

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4 Antworten zu Lake Bosumtwe & Daily Life

  1. andy schreibt:

    klingt ja fantastisch du weißbrot. 🙂
    liebe grüße
    andy

  2. Jenni Zeller schreibt:

    du globsch it was des „J“ für an lachflash ausglöst hat 😀
    wenn sie di ’s nächste mal antouchen sing „Can’t touch this!“ 😉

  3. Alexander schreibt:

    Oruni – haha coole sache, naja solang sie dir nicht deinen mp3 klauen 😛 ^^

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